Aktuelles
JU Trier-Stadt für längere KiTa-Öffnungszeiten

· ·

Kind und Beruf – miteinander vereinbar? Gerade alleinerziehende Elternteile sehen sich häufig mit dieser Fragestellung konfrontiert. Ohne eine solide Betreuung ist eine geregelte Arbeit in Vollzeit nicht umsetzbar. Die Junge Union nimmt die aktuell geführte Debatte zum Anlass, sich mit dieser wichtigen Thematik auseinanderzusetzen.

Seit dem 01.08.2013 besteht ein Rechtsanspruch auf einen ganztägigen Betreuungsplatz in Rhein-land-Pfalz für jedes Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. Doch trotz der großen Aufwendungen der Stadt Trier fehlen schätzungsweise noch immer um die 700 Kindertagesstättenplätze. Es muss an dieser Stelle oberste Priorität der Stadt sein, diese fehlenden Plätze schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen, um dem Gesetz, das seit nunmehr fünf Jahren existiert, Folge zu leisten.

Über dieses Engagement hinaus müssen sich die KiTas in öffentlicher Trägerschaft zudem auf die immer flexibleren Arbeitssituationen – Arbeitsort und Arbeitszeiten – der Eltern einstellen. Gerade durch die Nähe zu Luxemburg sind Pendler darauf angewiesen, ihre Kinder in vielen Fällen schon vor 7 Uhr in guter Betreuung zu wissen, um folglich pünktlich ihren Arbeitsplatz erreichen zu können. „Stellen sich die Kindertagesstätten nicht auf diese Situation ein, so wird der Wohnstandort Trier schon bald unattraktiv für junge pendelnde Eltern.“ meint Christoph Angele, stellv. Kreisvorsitzender der JU Trier-Stadt.

Ein ähnliches Bild zeigt sich am Abend. Die Schließzeiten der öffentlichen KiTas um 16:30 Uhr stellen viele Berufstätige vor große, teils unlösbare Schwierigkeiten. „Es führt kein Weg daran vorbei, dass sich die Kindertagesstätten an die Flexibilität der Arbeitnehmer anpassen und ihre Öffnungszeiten verlängern.“ führt Charlotte Thul, Kreisvorsitzende der JU, aus.

Die Junge Union Trier-Stadt fordert den Stadtrat dazu auf, die Kosten für eine Anpassung der KiTa-Öffnungszeiten von 6 – 19 Uhr prüfen zu lassen. Dass es sich bei diesen Überlegungen nicht um ein undurchführbares Konzept handelt, zeigt sich in der Arbeit einiger privat geführter KiTas, die bereits mit neuen Modellen arbeiten; allerdings sind diese Angebote für viele Familien schlichtweg zu teuer.

Das Wohl eines jeden Kindes muss bei all diesen Überlegungen klar im Vordergrund stehen. Eine Ausweitung der Öffnungszeiten hin zu einer „24-Stunden-KiTa“ ist in unseren Augen nicht mit einem christlichen Familienbild vereinbar, weshalb die JU Trier-Stadt dieses Konzept grundsätzlich ablehnt. Wir erkennen jedoch auch, dass – gerade in Kombination mit Schichtarbeit – auch Bedarf für eine nächtliche Kinderbetreuung bestehen kann. Daher fordern wir den Stadtrat Trier auch hier auf, eine Bedarfsanalyse für eine außerordentliche Betreuung nach 19 Uhr erstellen zu lassen.

Das Angebot verlängerter Öffnungszeiten soll nicht zu einer Ausweitung der Kindesbetreuung führen, sondern der Flexibilität der Abgabe- und Abholzeiten entgegenkommen. Eine Verlängerung der Aufenthaltsdauer der Kinder auf mehr als neun Stunden sollte nur in absoluten Ausnahmefällen erfolgen.

« Neuwahl des JU-Bezirksvorstandes JU Trier-Stadt ruft zum Wählen auf »