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Nachhaltige Stadtentwicklung Hand in Hand mit der Bürgerschaft spricht gegen „Brubach“ und für „Langenberg“

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Die JU Trier-Stadt spricht sich in der Debatte um den Flächennutzungsplan 2030 gegen die Planung von Bebauung im Gebiet „Brubacher Hof“ aus. Sie begrüßt dabei ausdrücklich den lebendigen und bürgernahen Diskussionsprozess, der durch Baudezernent Andreas Ludwig (CDU) initiiert wurde. In der Abwägung aller Faktoren überwiegen für die JU Trier die Vorteile und Synergien des Gebietes „Langenberg“.

„Die Diskussionsveranstaltungen der letzten Wochen haben jedem die Möglichkeit gegeben, die widerstreitenden Interessen und unterschiedlichen Vorstellungen, die sowohl in der Bürgerschaft als auch in der Verwaltung vorhanden sind, nachzuvollziehen“, lobt Christoph Angele, kommunalpolitischer Sprecher der JU Trier-Stadt den Baudezernenten Andreas Ludwig: „Er hat damit gezeigt, wie man Politik unter Einbeziehung der Bürger betreibt. Wir ziehen daraus für unseren Standpunkt die drei wesentlichen Argumente.“

„Das Gebiet „Langenberg“ kann Hand in Hand mit einem sinnvollen Verkehrskonzept realisiert werden, da es sowohl an der Eisenbahntrasse als auch nahe der B 49 liegt“, erläutert die Kreisvorsitzende der JU Trier, Charlotte Thul. Sie betont dabei, dass dieser Standort im Hinblick auf die zu erwartenden Berufspendler nach Luxemburg bedeutende Vorteile gegenüber Mariahof habe. „Wenn der inzwischen im Bundesverkehrswegeplan aufgenommene Moselaufstieg zudem endlich umgesetzt würde, könnte dieser Berufsverkehr noch ökonomischer an seinen Bestimmungsort abfließen“, weist die Jungpolitikerin auf mögliche Synergieeffekte mit einem längst überfälligen anderen Projekt hin.

„An zweiter Stelle war für uns die Erhaltung der Landschaft rund um den Brubacher Hof mit ihren Weiden und der Nähe zum Mattheiser Wald entscheidend“, fügt Charlotte Thul hinzu. Hier befinde sich in unmittelbarer Entfernung zum dicht besiedelten Stadtgebiet ein viel frequentiertes ländliches Kleinod. „Mit der Bebauung ginge vielen Trierern, nicht nur Mariahofern, ein Stück Heimat verloren“, so Thul.

Aufgrund dieser Argumente sind sowohl in den betroffenen Stadtteilen als auch bei vielen anderen Bürgern die Einwände gegen die jetzt vom Stadtvorstand favorisierte Variante sehr stark. Für die JU Trier hat diese Tatsache am meisten Gewicht. „Wir können nicht gegen den erklärten Willen eines Stadtteils und seines Ortsbeirates ein Projekt realisieren, wenn gleichzeitig am Alternativstandort eine positive Grundstimmung der Betroffenen vorherrscht“, warnt die Kreisvorsitzende der hiesigen JU. „Gleichzeitig wünschen sich viele Eurener und Zewener einen Brückenschlag zwischen ihren Ortsteilen sogar“, ergänzt Christoph Angele. Die Ortsbeiräte in Zewen und Euren haben sich für eine Bebauung des Gebietes „Langenberg“ ausgesprochen. Während am von der Stadtverwaltung favorisierten Standort also großer Widerstand herrscht, wird die Bebauung am angelehnten Standort befürwortet: „Ein solches Votum darf die Politik nicht ignorieren,“ stellt Angele fest.

„In einer sorgfältigen Gesamtabwägung überwiegen für uns also die Argumente für eine Bebauung am Standort „Langenberg“ und gegen eine Bebauung am Brubacher Hof: nachhaltige Erschließung und hohe Akzeptanz. Wir halten dies für ein zukunftsfähiges Konzept“, fasst Thul die Haltung der JU Trier-Stadt zusammen.

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